KULTURBADEN – Eine Trilogie

 
 
 
 
KULTURBADEN verführt im Sommer 2009 zum Abtauchen im Strome. An insgesamt fünf Wochenenden
zwischen 20. Juni und 2. August wird das Donauufer in Ottensheim zur Bühne für eine utopische
Gesellschaft: der mythenumrankten Anderswelt, in der Zeit, Sprache und Sinn unserer Kultur
ernsthaft in Frage stehen. An jeweils einem Wochenende findet in drei Teilen – „Kehrwasser“,
„Ertrinken“ und „Linzschwimmen“ – ein wanderndes Theater statt, in dem der Besucher durch seine
bloße Anwesenheit Teil einer fremdartigen, streitlustigen und poetischen Welt wird. Zentrales Element
der jeweils an zwei aufeinanderfolgenden Tagen stattfindenden Inszenierung in der Flusslandschaft
ist die Begegnung mit den Protagonisten dieser Welt.


Teil 1 und 2 der Trilogie finden jeweils samstags statt:
Bei „Kehrwasser“ entdeckt der Besucher im Rahmen einer theatralischen Wanderung an der Donau Schritt für Schritt eine utopische Szenerie zwischen „Wortewald“, Fähre, „Papierschiffswerft“, Badestrand und Rodlhalbinsel. Sie ist Schauplatz der alltäglichen und vermeintlich verrückten Handlungen der Andersweltler. Abends erzählen im Rahmen von „Ertrinken“ die Hauptfiguren des Stücks – die Schwimmerin und der Nichtschwimmer, der Admiral, der Schaffner, die Radführerin und der Rattenfänger – von der Beziehung des Menschen zum Wasser, vom Leben am und im Strom.

Seinen Abschluss findet KULTURBADEN jeweils am Sonntag mit dem traditionellen „Linzschwimmen“: alle Besucher sind eingeladen, sich gemeinsam mit den Andersweltlern zum Klang der Zweikilometermusik, schwimmend, oder auf Flößern vom Donaustrom nach Linz treiben zu lassen.

Kulturbaden erzählt in Metaphern die Geschichte eines Ortes, der anders tickt. Immer wiederkehrend ist die symbolische Grenzerfahrung durch das ständige Durchwandern und Durchbrechen des Horizontes, den die Wasseroberfläche bildet. Ein tragendes Bild für Kulturbaden ist der Fluss, der in ständigem Wechsel über die Ufer tritt und Topografie, Sprache und Menschen formt. Themen wie Kreisläufe ohne Zentren, Raum- und Zeitverschiebung, Kopf-Verlieren, Kind-Sein und Eintauchen ziehen sich durch die gesamte Inszenierung.

Teil 1_Kehrwasser
Theatralische Wanderung an der Donau

Teil 2_Ertrinken
Nächtliche Geschichten von der Beziehung des Menschen zum Wasser, vom Leben am und im Strom

Teil 3_Linzschwimmen
Schwimmer, von Flößern begleitet, treiben – musikumtost – von Ottensheim nach Linz

Papierschiffswerft
Eine Einladung zum fröhlichen Scheitern

Workshops Papierschiffswerft